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Die Debatte um das Coronavirus hat sich verschärft, oft wird über- statt miteinander geredet. Aber man hört auch viel konstruktive Kritik und kluge Gedanken über das Leben nach Corona. Denn es ist ja fast so, als halte uns Corona den Spiegel vor: Unser Lifestyle macht die Erde kaputt, unsere Mobilität verpestet die Luft, unsere Ernährung macht krank. Kritische Nachfragen gibt es auch seitens der Pflege: Nachdem der nett gemeinte Applaus für diesen wirklich systemrelevanten Beruf verklungen ist, fragt man sich nun: Und wie geht es weiter? Wann folgen echte Verbesserungen für die Pflege? Apropos Kritik: Das Bundesverfassungsgericht hat die Eilanträge von Eltern gegen die Masern-Pflichtimpfung zunächst abgewiesen. Das Gericht hat aber gleichzeitig festgestellt, dass die Entscheidung über eine solche Klage in Ruhe gefällt werden muss. Es geht also weiter.

Wohl wahr: „Kinder sollten lernen, dass sie der Welt und den Mitmenschen Freude, Lachen, Kraft, Hoffnung und Liebe bringen!“ Zurzeit ist allerdings eher das Gegenteil der Fall. Zu diesem Schluss kommt eine medizinisch-pädagogische Experten-Gruppe mit anthroposophischer Beteiligung. Die ExpertInnen fordern einen klaren Richtungswechsel.

Es darf wieder gestritten werden: Statt reiner Durchhalteparolen auf der einen und kruder Verschwörungstheorien auf der anderen Seite ist nun wieder mehr Platz für Zwischentöne, für (berechtigte) Einwände, für kritische Stimmen. Zum Beispiel kritisieren die KinderärztInnen zu Recht, dass die Bedürfnisse von Kindern- und Heranwachsenden bislang völlig untergegangen sind… Auch am neuen Gesetzesentwurf von Jens Spahn gibt es manches auszusetzen. Das gilt übrigens auch für die neue Stellungnahme des Ethikrates zur Robotik in der Pflege, die beim Verband für Anthroposophische Pflege echtes Entsetzen hervorgerufen hat. Und noch etwas zur Digitalisierung: Die elektronische Patientenakte soll nun tatsächlich nächstes Jahr kommen.

Endlich belebt sich die medizinisch-gesellschaftspolitische Debatte wieder, die seit dem Aufkommen des Corona-Virus‘ zunächst in Schockstarre verfallen war. Auch die Anthroposophische Medizin bringt sich in den Diskurs ein. Besonders beliebt sind Videos – hier geht’s zu einigen Statements aus der Community…

Gesetze im Eilverfahren: Im Zuge der Corona-Krise hat die Gesundheitspolitik gleich acht Gesetze für weitreichende Maßnahmen verabschiedet – auch zur finanziellen Unterstützung von Praxis, Klinik und Pflege. In den Medien hat Corona natürlich ebenfalls extrem dominiert. Gleichzeitig erleben wir viel Solidarität in der Gesellschaft – zum Beispiel in der Nachbarschaft. Und auch auf anderes Positives wollen wir aufmerksam machen: BürgerInnen konnten wählen, welche Themen wissenschaftlich stärker berücksichtigt werden sollten. Und neue Hoffnung für Rückenschmerzen-Geplagte: Placebos können sich hilfreich auswirken, wie eine Studie kürzlich zeigte.

Wie kann man auf die Idee kommen, dass Medizin eine reine Naturwissenschaft sei? Alleine die Debatte um die Sterbehilfe zeigt, wie intensiv ethische Fragestellungen in die Medizin verwoben sind. Nun fordert das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine neue Debatte in dieser extrem sensiblen Frage. Ansonsten viel Gutes aus der Integrativen Medizin: Krebspatienten der Uni Bonn können nun kostenlos Kunsttherapie in Anspruch nehmen. In Bayern kooperieren die Uniklinken in Würzburg und Bamberg zur Integrativen Medizin. Und eine neue Studie hat gezeigt, dass Kinder mit Migräne deutlich besser von Gesundheitsförderung profitieren als von Medikamenten.