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2020 feiert die Anthroposophische Medizin 100-jähriges Jubiläum

Berlin, 20. März 2020. Ein ganz besonderer Geburtstag: Im März 2020 ist es genau 100 Jahre her, dass Rudolf Steiner das erste Mal vor Ärzten seine Ideen für eine integrative und erweiterte Medizin vorgestellt hat. Später hat er diese Impulse zusammen mit der Ärztin Ita Wegman zum Konzept der Anthroposophischen Medizin ausgearbeitet. Heute lebt Anthroposophische Medizin überall da, wo es Medizin gibt: in Praxen, Kliniken, Pflege, Reha-Einrichtungen, in der Pharmazie, auch in Wissenschaft und Forschung.
100 Jahre Miteinander

Trotzdem können viele Menschen mit dem Begriff Anthroposophische Medizin noch nichts anfangen. Deshalb ist das Jubiläum ein guter Anlass, um zu zeigen, was Anthroposophische Medizin ist, will und kann: Sie führt schulmedizinische und etablierte Ansätze aus der Komplementärmedizin zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Anthroposophische/r Arzt/Ärztin kann nur werden, wer – nach einem normalen Medizinstudium – von der Ärztekammer als (Fach-)Arzt zugelassen ist und sich danach (oder begleitend) zertifiziert in Anthroposophischer Medizin weitergebildet hat.

Deshalb heißt 100 Jahre Anthroposophische Medizin vor allem: 100 Jahre Brücken bauen. Denn schon 1920 hat Rudolf Steiner klar gesagt: Es geht nicht gegen die Schulmedizin, sondern nur mit ihr. Diese Botschaft entspricht dem Wunsch vieler PatientInnen. Denn die meisten Menschen wollen eine Medizin, die wissenschaftlich und gleichzeitig ganzheitlich arbeitet.

100 Jahre Entwicklung

Inzwischen wird die Anthroposophische Medizin in über 60 Ländern weltweit praktiziert. Im deutschen Gesundheitswesen ist die Anthroposophische Medizin fest etabliert: Seit 1976 ist sie im Arzneimittelgesetz und seit 1989 als „besondere Therapierichtung“ im Sozialgesetzbuch anerkannt. In Deutschland arbeiten rund 1.500 Anthroposophische Ärztinnen und Ärzte, die ambulant oder stationär tätig sind. Und die Nachfrage steigt: In Deutschland wurden 2019 rund 130.000 PatientInnen in den 12 anthroposophischen Akut-, Fach- und Rehakliniken behandelt. Für die ambulante Versorgung werden 2,25 Millionen Behandlungen pro Jahr geschätzt.

100 Jahre Vielfalt

Im Jubiläumsjahr bekommen diese Zahlen ein Gesicht: Patientinnen und Patienten berichten, aber auch Profis, also ÄrztInnen, TherapeutInnen und Pflegende, erzählen, warum sie diese ganzheitliche Medizin wollen. Der Blick geht klar in die Zukunft. Es geht darum, gemeinsam ein Zeichen für eine moderne, menschliche und integrative Medizin zu setzen.

Dazu wird es bundesweit größere und kleinere Publikums- und Fach-Veranstaltungen, Pressearbeit, Social-Media-Kommunikation, neue Videos, viele Geschichten geben. ÄrztInnen, TherapeutInnen wollen Beispiele aus ihrem Alltag zeigen und die Vielfalt der Anthroposophischen Medizin in Klinik und Praxis in einer „Roadshow“ erlebbar werden lassen – zum jetzigen Zeitpunkt ist wegen der Corona-Krise allerdings noch nicht klar, welche Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können.

Die Jubiläums-Kampagne „100 Jahre Zukunft“ ist ein gemeinsames Projekt der Anthroposophischen Medizin in Deutschland und wird vom Dachverband Anthroposophische Medizin (DAMiD) verantwortet.

PRESSEKONTAKT:

Natascha Hövener
Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland e.V. (DAMiD):
T: +49-30-28 87 70 96
F: +49-30-97 89 38 69
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der DAMiD repräsentiert die Anthroposophische Medizin in allen gesellschaftlichen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens. Als Dachorganisation vertritt der Verband die übergeordneten Belange und Interessen seiner 16 Mitglieder. Mitgliedsorganisationen sind Berufsverbände, Klinikverband, gemeinnützige Altenhilfe, Behindertenhilfe sowie die Hersteller Anthroposophischer Arzneimittel.

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