Bindungserfahrungen - ihre Bedeutung für die seelisch-geistige Entwicklung sowie für den therapeutischen Prozess
In der frühen Kindheit entwickelt sich Bindung als tragende Voraussetzung für das spätere Leben - wieviel Innigkeit und Liebe konnte erfahren werden? Welche Einflüsse haben eventuell die Entwicklung einer hinreichend stabilen Bindung gestört? Welchen Beitrag hat das Kind mitgebracht und welchen hat es beigesteuert? Gab es im familiären Umfeld eine konstante Vertrauensperson, während Beziehungsabbrüche und Eskalationen erlebt wurden? Gab es einen Hintergrund positiver religiöser oder spiritueller Erfahrungen?
Die äußeren Krisen und Erschütterungen der gegenwärtigen Zeit können die kindlichen Erlebnisse wieder präsent werden lassen. Im Verlauf dieser Tagung werden wir vielfältige Einblicke erhalten in die feinen, manchmal eher unauffälligen Störungen der Entwicklung von Zutrauen und genügender Daseins-Sicherheit. In welcher Art äußern sich später entsprechende Vorbehalte und Ängste in der therapeutischen Beziehung? Diese können leicht zu Krisen oder Abbrüchen der therapeutischen Beziehung führen. Welche Haltekräfte braucht der Therapeut, um diese Spannungen wohlwollend zu bearbeiten? Verschiedene Therapieverläufe werden vorgestellt und besprochen.
Als Therapeuten sind wir bemüht, die Suche unserer Patienten nach den Zusammenhängen mit ihren Kindheitserfahrungen einerseits und ihrem seelisch-geistigen Entwicklungsweg andererseits therapeutisch zu unterstützen.
Die Zertifizierung bei der ÄK Berlin und der GAÄD ist beantragt.

