Bild Heileurythmie Kupferkugeln in der Hand

In Bewegung kommen - zum 100. Geburtstag der Heileurythmie

Berlin, 31. August 2021. Die Heileurythmie (auch Eurythmie-Therapie genannt) gehört zu den Therapiemethoden der Anthroposophischen Medizin, die von Rudolf Steiner ab 1921 entwickelt wurden.

Ziel ist es, den Menschen durch Bewegung und Begegnung ganzheitlich zu begleiten und die körpereigenen Ressourcen, die jeder Mensch hat, zu unterstützen. So können PatientInnen wieder zu sich selbst finden und ein neues seelisches Gleichgewicht entwickeln.

Als Bewegungstherapie wird die Heileurythmie bis heute sehr vielfältig eingesetzt: Bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen sowie zur Prävention, der allgemeinen Stärkung der Lebenskräfte und in der medizinischen Nachsorge. Inzwischen wird Heileurythmie auch zunehmend erforscht und wissenschaftlich dokumentiert.

Interview-Serie zur Heileurythmie

Zum 100. Geburtstag der Heileurythmie haben wir HeileurythmistInnen gefragt, wie der Beitrag der Heileurythmie für eine moderne, integrativ ausgerichtete Medizin aussehen kann. Die Serie wird ausgebaut.

 

Interview // Kim Pretzer, Heileurythmistin (Berlin)


Kim Pretzer 2 

Was ist Heileurythmie?

Die Heileurythmie ist eine auf innere und äußere Bewegung gestützte Therapieform, die Körper, Vitalität, Seele und Geist achtsam einbezieht. Dazu wenden wir verschiedenste Übungen an. Diese reichen von aktiver körperlicher Bewegung bis hin zu tiefer Meditation.

Warum brauchen wir Heileurythmie heute und morgen?

Wir leben in einer Zeit, die sich rasant verändert. Damit wir uns nicht verlieren, braucht es Werkzeuge, die uns helfen, dem Wandel zu begegnen und diesen auf eine möglichst gesunde Art mit zu vollziehen. Ich bin überzeugt, dass die Heileurythmie einen wertvollen Beitrag dazu leisten kann.

Was ist das Schönste, das Sie durch Heileurythmie gelernt haben?

Oh, da gibt es vieles. Ganz besonders finde ich, dass sich die Heileurythmie in den letzten 100 Jahren immer weiterentwickelt hat. Heileurythmie befähigt die Menschen, für sich selbst aktiv zu werden. Das geht über den Umgang mit alltäglichen Themen hinaus - und begleitet uns doch auch im ganz normalen Alltag.

Was hält Sie selbst gesund?

Ich fühle mich verbunden mit meinen Freunden, meiner Arbeit, meinen Kollegen und Nachbarn, mit meiner Familie, der Natur und unserem Hund. Damit bin ich Teil von etwas und das hält mich gesund. Ich versuche, das Schöne in meiner Umgebung zu entdecken, möchte Kunst und Kultur erleben, ich bleibe neugierig, liebe den Austausch, um Zusammenhänge zu verstehen und mag handfeste Projekte. Manchmal mache ich aber auch einfach nur eine gepflegte Pause! Das gibt mir Kraft.

Foto: Carsten Strübbe

Kim Pretzer, Heileurythmistin in Berlin in freier Praxis: https://raumzeitwerker.de/heileurythmie-kim-pretzer/

 

Mehr erfahren?

Mehr Infos zur Heileurythmie gibt’s beim Berufsverband Heileurythmie: www.berufsverband-heileurythmie.de

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